Der Vorverkauf für die Museumsnacht, zu der die beiden Städte Halle (Saale) und Leipzig gemeinsam mit 85 Museen, Galerien und Sammlungen am 6. Mai 2023 einladen, ist am heutigen Montag, 20. März 2022, gestartet. Mehr als 400 Veranstaltungen und Mitmachangebote sind geplant. Tickets können online über die Webseite sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen erworben werden. Alle Informationen dazu sind ab sofort auf der Website www.museumsnacht-halle-leipzig.de zu finden.
Frei nach dem Motto „Einmal um die Welt“ entführen die beteiligten Einrichtungen in ferne Länder und unbekannte Welten. Von 18 bis 24 Uhr wird von Geschichte über Musik bis hin zu Natur und Technik ein vielfältiges Programm geboten. Die Bandbreite der teilnehmenden Häuser reicht von großen Kunst- bis zu kleinen Spezialmuseen. Mehr als 400 Veranstaltungen und Mitmachangebote bieten ein abwechslungsreiches Abendprogramm: Es warten Führungen, Konzerte, Kreativangebote, Filme und Performances.
Das Landesmuseum für Vorgeschichte Halle lädt zu einer Reise in das frühmittelalterliche Reich der Reiternomaden ein, in den Franckeschen Stiftungen betört ein prächtig illuminierter Apfelhain mit Livemusik und Poesie. Unendliche Weiten des Weltalls und fremde Planeten können die Besucherinnen und Besucher im neu eröffneten Planetarium Halle entdecken.
In Leipzig wird im Antikenmuseum wird unter anderem die Trinkkultur im antiken Griechenland zelebriert. Das Grassi-Museum für Angewandte Kunst zeigt zeitgenössische afrikanische Fotografie, im Bach-Museum können die Gäste mit 3DHörspielen in den Alltag von Johann Sebastian Bach eintauchen.
Die Tickets für die Museumsnacht kosten an den Vorverkaufsstellen und Abendkassen pro Person zehn Euro, ermäßigt acht Euro bzw. fünf Euro. Online wird eine Servicegebühr von einem Euro pro Ticket erhoben. Für Kinder und Jugendliche bis einschließlich 18 Jahre ist der Eintritt frei. Sie müssen sich aber dennoch über die Webseite oder die Vorverkaufsstellen ein kostenloses Ticket besorgen, um das Angebot des kostenfreien ÖPNV nutzen zu können. Auch in diesem Jahr verbinden Sonderlinien die Museen in Halle und in Leipzig. Außerdem gelten die Eintrittskarten von 16 Uhr bis 3 Uhr am Folgetag als Fahrkarte für die öffentlichen Nahverkehrsmittel und den S-Bahnverkehr zwischen Halle und Leipzig.
Der Kartenverkauf für die Museumsnacht findet an den bekannten Vorverkaufsstellen der Ticketgalerie GmbH statt. Der Online-Ticketverkauf startet ab 20. März unter www.museumsnacht-halle-leipzig.de. Informationen sind auch auf den Facebook- und Instagram-Kanälen der Museumsnacht zu finden.
Mit dem Kunstpreis der Landeshauptstadt Dresden wird in diesem Jahr die Bildende Künstlerin Angela Hampel ausgezeichnet. An die Künstlerin Nazanin Zandi sowie die Breakdance-Gruppe „The Saxonz“ werden jeweils ein Förderpreis verliehen.
Seit 1993 verleiht die Landeshauptstadt Dresden jährlich einen Kunstpreis und einen Förderpreis an besondere Nachwuchskünstlerinnen und -künstler, Kulturakteure oder Initiativen. Gewürdigt werden soll jeweils das herausragende und überregional bedeutsame künstlerische Schaffen oder kulturelle Engagement der Preisträger. Bis zum 31. Oktober 2022 konnten Verbände, Vereine, Kulturinstitutionen und Bürgerinnen und Bürger Vorschläge einreichen. Insgesamt gab es 34 Ideen für die Preise 2023. Die vom Dresdner Stadtrat berufene Jury wählte die drei Preisträgerinnen und Preisträger aus. Der Kunstpreis ist mit 7.000 Euro dotiert. Für jeden Förderpreis gibt es ein Preisgeld von 5.000 Euro. Die Auszeichnungen wird Oberbürgermeister Dirk Hilbert am Montag, 19. Juni 2023 im Rahmen eines Festakts auf Schloss Albrechtsberg verleihen.
Die Beigeordnete für Kultur, Wissenschaft und Tourismus, Annekatrin Klepsch, würdigt die mit den Preisen verbundene Anerkennung der Landeshauptstadt Dresden in Hinblick auf zeitgenössische Ausdrucksformen in den Künsten als wichtige gesellschaftliche Impulse in ihrem jeweiligen Wirkungskreis: „Obwohl die diesjährigen Preisträger in Bezug auf Genre und Ausdrucksform unterschiedlich sind, haben sie ein gemeinsames Ziel: Sie möchten die bestehenden Strukturen im Kunstbetrieb herausfordern und Gruppen sowie Ausdrucksformen, die bisher nicht angemessen in der Öffentlichkeit sichtbar waren, Raum verschaffen. Mein Dank gilt auch der Jury für ihr unermüdliches Engagement und den konstruktiven Prozess. Angesichts der vielen aussagekräftigen Vorschläge war die Entscheidung in diesem Jahr wieder eine Herausforderung.“
Kunstpreis 2023: Angela Hampel Angela Hampel wurde 1956 in Räckelwitz geboren und absolvierte zuerst eine Lehre als Forstfacharbeiterin. Von 1977 bis 1982 studierte sie an der Hochschule für Bildende Künste Dresden bei Prof. Jutta Damme und Dietmar Büttner. Seit 1982 arbeitet sie freischaffend in Dresden. Ab 1984 war sie regelmäßig in Berlin in der Keramikwerkstatt W. Maaß tätig, dem Zentrum des unabhängigen Künstlermilieus in den 1980er Jahren im Ostberliner Stadtteil Prenzlauer Berg. 1986 erhielt sie den Preis des Staatlichen Kunsthandels der DDR. Ab 1987 zeigte sie erste Performances, Installationen und Environments. Hampel war Mitbegründerin der Dresdner Sezession 89 (Förderpreis der Landeshauptstadt 1996) und erhielt 1990 den Marianne-Werefkin-Preis und 1999 den Sonderpreis „100 ausgewählte Grafiken“. 2002 wurde ihr der Ring der Galerie Sonnensegel in Brandenburg verliehen. Sie nahm an zahlreichen nationalen und internationalen Ausstellungen teil. In einem Gemeinschaftsprojekt mit Bonner Künstler-Kolleginnen schuf Hampel die Plastiken Undine kommt und Undine geht, die heute an der Molenbrücke in Pieschen sowie am Elbufer in Johannstadt stehen. 2022 widmete ihr die Städtische Galerie Dresden eine Retrospektive mit dem Titel „Angela Hampel – das künstlerische Werk“. Angela Hampel arbeitet seit 1982 freischaffend in Dresden.
Aus der Begründung der Jury: „Angela Hampel gehört zu den prägenden Künstlerinnen und Persönlichkeiten in Dresden und darüber hinaus. Mit der Expressivität ihres Malstils und vor allem durch die Wahl ihrer Sujets und Motive setzt sie männlichen Machtstrukturen die Selbstermächtigung des Individuums entgegen. Die Autonomie des Weiblichen und das Recht auf die selbst zu verantwortende Handlung sind zentrale Themen ihres künstlerischen Schaffens. Seit über 40 Jahren ist so ein umfangreiches und sehr vielgestaltiges und vielschichtiges Werk entstanden. Souverän in ihren künstlerischen Mitteln sucht und findet ihre kreative Intuition und Energie in nahezu allen künstlerischen Gattungen Form und Ausdruck. Das Crossover reicht von Malerei, Zeichnung und Grafik über Skulptur und Performances bis hin zu Film und literarischer Poesie. Als Mitbegründerin der Dresdner Sezession 89 trat sie für die Sichtbarkeit der Frauen in der Kunst ein. Die intellektuelle Auseinandersetzung mit Kunst und Kunstverhältnissen ist selbstverständlicher Bestandteil ihres Daseins als Künstlerin. Das gesamte Œuvre der Künstlerin hat bis heute nichts an seiner Gültigkeit und Aktualität eingebüßt.“
Angela Hampel: „Nach dem Studium hatte ich mich dafür entschieden, in Dresden zu bleiben. Diese Stadt ist mir – mit all ihren Facetten – ans Herz gewachsen, auch wenn manche Entwicklungen (nicht nur) mir zunehmend Schmerzen bereiten. Und so versuche ich auch weiterhin, mit den Mitteln der Kunst diese meine schöne, immer noch grüne und lebenswerte Stadt zu erhalten und mitzugestalten. Dass dies mit einem so schönen und wichtigen Preis anerkannt wird, freut und ehrt michgleichermaßen. Dresden ist und bleibt meine Heimatstadt. Ihr möchte ich auch weiterhin Teile meiner Arbeit widmen.“
Angela Hampel (Torsten Leupold)
Jeweils einen Förderpreis vergibt die Jury 2023 an die Illustratorin Nazanin Zandi sowie die Breakdance-Crew „The Saxonz“:
Förderpreis 2023: Nazanin Zandi Nazanin Zandi ist eine vielseitige Künstlerin, die als Illustratorin, Malerin, Projektleiterin, Kuratorin, kulturelle Bildnerin und Grafikerin arbeitet. Sie leitet kreative Kurse und Workshops für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und geflüchtete Menschen in Dresden. Sie kuratiert Ausstellungen und arbeitete als Schauspielerin und Bühnenbildnerin im Festspielhaus Hellerau, wo sie 2021 und 2022 zwei Residencies im Rahmen von Take Care und Take Heart erhielt. Sie initiierte interkulturelle Comic-Kurse und arbeitete als Kulturmittlerin in verschiedenen Projekten. Nazanin Zandi ist Mitherausgeberin und Illustratorin des Comicbuches „STIMMEN“ und leitet biografische Comic-Workshops an Schulen. 1973 in Kerman (Iran), geborene lebt sie seit 1996 in Dresden. Ihre Schulzeit verbrachte sie in Italien und Frankreich. Später studierte Zandi Architektur in Paris und Dresden. Ihre sprachlichen Fähigkeiten in Italienisch, Deutsch, Französisch, Englisch, Persisch, Spanisch und Portugiesisch setzt sie als Dolmetscherin ein. Sie entwickelte Architekturprojekte und wirkte als Relocation Consultant.
Aus der Begründung der Jury: „Nazanin Zandi nutzt insbesondere ihre zeichnerische Arbeit zur interkulturellen Bildungsarbeit mit dem Ziel, selbstermächtigend zu wirken und marginalisierte Stimmen sicht- und hörbarer zu machen. Sie fragt in ihrer künstlerischen Arbeit sowie in ihrer Bildungsarbeit immer nach den Bedarfen der Menschen in herausfordernden Zeiten, um sich ihnen respektvoll als Gleiche zu begegnen und verbindet beispielsweise Text und Bild zu Graphic Novels, die sie gemeinsam mit Menschen aus unterschiedlichen Kulturen entwickelt und publiziert. Ihre Comicgeschichten enthüllen die Transformations- und Umbruchserfahrungen ihrer eigenen Biografie, sind aber auch Basis ihrer Projekte mit migrantischen Gruppen in Dresden.“ Nazanin Zandi: „Ich würde mich eine Hybridin nennen. Bewusst erfinde ich dafür die weibliche Version eines Wortes, was in dieser Form noch nicht existiert. In meinem Leben, ein halbes Jahrhundert lang, bin ich von Land zu Land gesprungen und habe eine Vielfalt an Kulturen, Religionen, Sprachen, Nationalitäten und künstlerischen Einflüssen erlebt, die vermeintlich für Viele in dieser Stadt nicht zusammengehören dürfen. Beruflich bin ich auch eine Hybridin, indem ich das Illustrieren und Malen mit kultureller Bildung vermische, indem ich meinen Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus allen möglichen Generationen, von Kinderkrippenkindern bis zu Rentnerinnen und Rentner, aller möglichen Herkünfte und Ausbildungsniveaus zusammenbraue. Meine Kunst verwende ich in dieser Stadt, um mit Wissenschaft und Politik Überlappungspunkte in der Dresdner Bevölkerung zu bilden. Das Grenzüberschreitende, die Vermischung und der Perspektivwechsel, sehr oft auch der Widerspruch, sind meine innersten Lebenseinstellungen.“
Förderpreis 2023: The Saxonz The Saxonz sind eine 2013 in Dresden gegründete Breakdance-Crew. Mit ihren auch internationalen Auftritten gehören sie zur Spitze der deutschen Breakdance Szene und gewannen u. a. den „Battle of the Year“ 2014, 2015 und 2019. Durch Kooperationen mit Institutionen wie der Semperoper haben sie sich auch außerhalb der Szene einen Namen gemacht. The Saxonz sind die Kunstpreisträger 2016 der Hanna Johannes-Arras-Stiftung und haben weitere Preise in Frankreich und den Niederlanden gewonnen. The Saxonz bestehen aus etwa 20 festen Crew-Mitgliedern mit den Gründern Alexander Miller (Kelox), Felix Roßberg (Rossi) und Philip Lehmann (Lehmi). Die Crew tourt international und ist Initiator eigener Events wie „Saxonz Anniversary“, „Floor on Fire“, „Dance Off“ und „XXL Trainingssession“ für die urbane sächsische Tanzszene. The Saxonz legen großen Wert auf Nachwuchsförderung. Sie gründeten 2019 einen Verein, um Breakdance als olympische Disziplin zu etablieren und den Nachwuchs zu fördern.
Aus der Begründung der Jury: „2013 formierten sich The Saxonz zu einer Tanzcrew, die sich gemeinsame Ziele setzte und innerhalb weniger Jahre abseits klassischer Kunstnischen auf nationaler und internationaler Ebene diverse Erfolge erzielte. Durch verschiedene Kooperationen mit unterschiedlichen (Kultur-) Institutionen sind The Saxonz zu einem nachgefragten und bedeutenden Partner geworden. Ihre Verbindung von Breakdance und zeitgenössischen Tanz sowie ihre Offenheit für andere Genres schafft neue Impulse für die sächsische Tanz- und Breakingszene. Auch ihre Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Bereich kultureller Bildung ist immer geprägt von ihrem hohen künstlerischen Anspruch und gleichzeitig ihrer Begeisterungsfähigkeit, mit dem sie aktiv Nachwuchsförderung betreiben.“
Philip Lehmann „Lehmi“:„Wir freuen uns sehr, dass die Stadt Dresden uns mit diesen Förderpreis 2023 ausgezeichnet hat. Für uns als Gruppe war es stets wichtig, unsere Kultur und Kunst zu teilen, sich neuen Herausforderungen zu stellen und neue Dinge ins Leben zu rufen. Dass wir mittlerweile so ein wunderbares, vielfältiges Netzwerk haben, darüber freuen wir uns am Meisten. Mit so vielen tollen und einzigartigen Menschen zusammenzuarbeiten, zu tanzen und sich stets zu entwickeln, ist ein absolutes Privileg für uns. Ebenfalls eine große Freude für uns ist zu sehen, wie die intensive Arbeit um die nächsten Generationen Früchte trägt und was für eine tolle Community wir mittlerweile in Dresden und Sachsen haben, die ein so respektvolles Miteinander pflegt. Ein großes Dankeschön geht natürlich auch an all die Menschen, die uns die letzten 10 Jahren begleitet, unterstützt und für unsere stetige Entwicklung gesorgt haben. Ohne diese Menschen würden wir jetzt nicht da stehen, wo wir sind. Dankeschön!“
Mitglieder der Jury Christiane Filius-Jehne (Stadträtin, Fraktion Bündnis 90 / Die Grüne), Anne Holowenko (Stadträtin, Fraktion DIE LINKE), Petra Nikolov (Stadträtin, Fraktion CDU), Matthias Rentzsch (Stadtrat, Fraktion AfD), Susanne Altmann (Kunsthistorikerin), Joachim Klement (Intendant Staatsschauspiel Dresden), Barbara Lubich (Drehbuchautorin), Carena Schlewitt (Intendantin Hellerau Europäisches Zentrum der Künste), Günter „Baby“ Sommer (Musiker), Odile Vassas (Literaturvermittlerin), Jan Donhauser (Beigeordneter für Bildung, in Vertretung der Beigeordneten für Kultur und Tourismus), Dr. David Klein (Leiter Amt für Kultur und Denkmalschutz)
Magdeburg, 15. 03. 2023: Der Bundesverband der mittelständischen Wirtschaft (BVMW, www.bvmw.de ) und Kunst passen gut zusammen, wenn es um Solidarität und andere wichtige Themen geht.
Dipl. Phil. Peter Martini beim politischen Jahresauftakt des BVMW in Magdeburg Foto: Viktoria Kühne
Peter Martini, Referent für Landespolitik Sachsen-Anhalt und Presse für den BVMW-Kreisverband Sachsen-Anhalt: „Die schlimmen Bilder der Verwüstung und des unermesslichen Leids der Menschen nach dem Erdbeben in der Türkei und Syrien sind jedem bestimmt im Gedächtnis und müssen nicht besonders hervorgehoben werden. Hilfe ist selbstverständlich.“
Das „Rossini-Quartett“ und der „Volkschor Magdeburg e.V.“ spielen und singen zu Gunsten der Erdbebenopfer.
Zeit und Ort: Dienstag, den 21. März 2023, 17.00 Uhr Rathaus der Stadt Magdeburg, Alter Markt 6, 39104 Magdeburg
Ehrengast: Ezgi ERTAN BAYRAM, Vizekonsulin des Generalkonsulat der Republik Türkiye Moderation: Katrein Wolf (MDR)
PLakat zum Konzert, Zielgruppe: Mitglieder, Gäste und Freunde des BVMW-Kreisverbandes Sachsen-Anhalt
Chemnitz wartet nicht bis zum Jahr 2025 mit vielseitigen Angeboten. Nachfolgend erhalten Sie Veranstaltungstermine der Stadt Chemnitz für April 2023.
Samstag, 1. April, 14 Uhr Workshop Lithografie mit der Küchenalufolie zur Ausstellung Sehnsucht Landschaft
Sonntag, 2. April, 11 Uhr Sehnsucht Landschaft Kurator:innenführung
Mittwoch, 12. April, 18.30 Uhr Vortrag Der Weg der „Romantisierung“ in der bildenden Kunst von Dr. Anke Fröhlich-Schauseil zur Ausstellung Sehnsucht Landschaft
Samstag, 15. April, 11 Uhr Familienführung Prägend! Im Anschluss entstehen kleine eigene Kunstwerke in Prägetechnik zur Ausstellung Sehnsucht Landschaft
15. 03. 2023: Kein Aprilscherz: Sonderführungen am 01. April 2023 im Haus Schulenburg anlässlich des bevorstehenden 160. Geburtstages des Alleskünstlers und Bauhauswegbereiters Henry van de Velde
Anlässlich des bevorstehenden 160. Geburtstages des Alleskünstlers und Bauhauswegbereiters Henry van de Velde am 03. April 2023 finden am Samstag, 01. April 2023, jeweils um 14:00 Uhr und um 16:00 Uhr zwei Sonderführungen im Henry van de Velde – Museum Haus Schulenburg statt.
Ausgehend von Sammlungsstücken des Museums wird der Werdegang van de Veldes von Belgien über Frankreich, Deutschland, Holland, wieder Belgien und die Schweiz dargestellt.
Der Hausherr präsentiert bei dieser Gelegenheit Neuerwerbungen von bildender Kunst bis zu Möbeln und Kunsthandwerk und freut sich auf interessante Gespräche am Kamin. Die Cafeteria ist geöffnet.
Öffnungszeiten: Haus Schulenburg ist vom 1. November bis zum 31. März montags, dienstags, donnerstags und freitags von 10 – 16 Uhr, mittwochs von 10 – 17 Uhr, samstags und feiertags von 14 –16:30 Uhr, sonntags von 13 – 17 Uhr; vom 1. April bis zum 31. Oktober montags bis freitags von 10 –17 Uhr, samstags, sonntags und feiertags von 14 –17 Uhr geöffnet.
Quelle: Volker und Jan Kielstein, Haus Schulenburg
Alexander Camaro (1901 – 1992) gilt als einer der bedeutendsten Künstler der Nachkriegszeit in Westdeutschland. Sein 1946 entstandener 19-teiliger Malereizyklus „Hölzernes Theater“, inspiriert vom Ekhof-Theater Gotha, hatte ihn schlagartig bekannt gemacht. Zeit seines Lebens fokussierte er in seinem Schaffen das interdisziplinäre Potenzial der Künste. Camaro wirkte als Hochseilartist und Tänzer, Maler, Kabarettist, Poet und Kunstprofessor. Das Angermuseum Erfurt zeigt nun die vom Kunstforum Hermann Stenner (Bielefeld) konzipierte Retrospektive in modifizierter und erweiterter Form.
Zum Pressegespräch am Donnerstag, den 23. März, 10:30 Uhr wird in das Angermuseum Erfurt eingeladen.
Ihre Gesprächspartnerinnen und -partner sind:
Kai Uwe Schierz (Direktor Kunstmuseen Erfurt),
Cornelia Nowak (Kuratorin Angermuseum Erfurt)
Paula Anke (Alexander und Renata Camaro Stiftung, Berlin)
Begleitend zur Camaro-Retrospektive ist vom 26. März bis 29. Mai 2023 im Grafikkabinett die Sonderausstellung „Marcel Krummrich – Ein hölzernes Theater“ mit Fotoarbeiten aus dem barocken Ekhof-Theater in Gotha zu sehen. Die Fotos entstanden als Auftragsarbeit im Sommer 2022, angeregt durch die Malereifolge Camaros. Der Erfurter Künstler Marcel Krummrich (geb. 1971) begab sich in dem historischen, komplett aus Holz gebauten Theater auf Schloss Friedenstein nicht nur auf Spurensuche, sondern wird selbst zum Erzähler.
Zu beiden Ausstellungen gibt es ein umfangreiches Begleitprogramm mit Künstlergesprächen, Vorträgen, Führungen und Workshops.
Die Ausstellungen wurden kuratiert von Cornelia Nowak und Paula Anke.
Magdeburg, 10.3. 2023: Bibliothekssonntag am 19. März Stadtbibliothek Magdeburg zeigt Ausstellung über Provenienzforschung / Die Ausstellung „Belastetes Erbe“ auf allen Etagen der Zentralbibliothek ist vom 20. März bis Ende November in der Zentralbibliothek der Stadtbibliothek im Breiten Weg zu den Öffnungszeiten wochentags von 10 Uhr bis 19 Uhr sowie samstags von 10 Uhr bis 13 Uhr zu sehen.
Wie Gemälde und Artefakte zählen Bücher zum NS-Raubgut, das noch heute zum Bestand von Bibliotheken gehört. Mit der Ausstellung „Belastetes Erbe“ stellt sich die Stadtbibliothek Magdeburg diesem wenig beachteten Kapitel der Entrechtung und Verfolgung jüdischer Bürger zwischen 1933 und 1945. Die Ergebnisse eines mehrjährigen wissenschaftlichen Forschungsprojekts zur Provenienz des Historischen Bestands der Stadtbibliothek werden jetzt öffentlich gezeigt
Neben Kunstwerken zählen auch Bücher zu den Kulturgütern, die während der nationalsozialistischen Herrschaft jüdischen Bürgern in Deutschland geraubt wurden. Profiteure waren Privatpersonen ebenso wie Institutionen und noch heute finden sich solche Kulturgüter in den Magazinen deutscher Bibliotheken. Mit der Ausstellung „Belastetes Erbe. Provenienzforschung zu NS-Raubgut in öffentlichen Bibliotheken Sachsen-Anhalts“ macht die Stadtbibliothek Magdeburg diesen besonderen Aspekt der Entrechtung und Verfolgung jüdischer Bürger sichtbar. Die umfangreiche Schau wird im Rahmen des Bibliothekssonntags am 19. März vormittags um 10 Uhr feierlich eröffnet.
Vorausgegangen ist ein mehrjähriges wissenschaftliches Forschungsprojekt. Der Landesverband Sachsen-Anhalt im Deutschen Bibliotheksverband e.V. startete im Juli 2017 das Projekt zur Provenienzforschung in öffentlichen Bibliotheken Sachsen-Anhalts. Bibliotheken in Dessau, Magdeburg, Sangerhausen, Wernigerode und Zerbst haben sich beteiligt. Kern des Projektes war die Suche nach Büchern, die einstmals Juden und anderen Verfolgten des NS-Regimes gehörten.
Die Ausstellung „Belastetes Erbe““ berichtet von den Methoden und Ergebnissen des Forschungsprojektes, das durch das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste und das Land Sachsen-Anhalt unterstützt wurde. Die detailreiche Präsentation mit historischen Büchern, Fotos und Dokumenten erarbeiteten die am Projekt beteiligten Forscherinnen Elena Schott und Lara Mämecke gemeinsam mit Dr. Monika J. Gibas als wissenschaftlicher Leiterin. Ein Schwerpunkt der Ausstellung widmet sich den Lebensgeschichten jüdischer Familien. Sie wurden vom NS-Staat ausgeplündert, ins Exil getrieben und viele Mitglieder in Vernichtungslagern ermordet. Die Suche nach Hinweisen auf die ehemaligen Eigentümer von Büchern, die sich heute im Historischen Bestand der Stadtbibliothek befinden, war ein zentraler Teil der Arbeit der Provenienzforscher*innen. Die Recherchen zu den Büchern, in denen Namen, Exlibris oder Widmungen gefunden wurden, führten zu möglichen Vorbesitzern und ihren bewegenden Schicksalen, die dokumentiert werden.
Die Ausstellung „Belastetes Erbe“ auf allen Etagen der Zentralbibliothek ist vom 20. März bis Ende November in der Zentralbibliothek der Stadtbibliothek im Breiten Weg zu den Öffnungszeiten wochentags von 10 Uhr bis 19 Uhr sowie samstags von 10 Uhr bis 13 Uhr zu sehen. Führungen sind nach telefonischer Vereinbarung unter Tel. 0391 5404816 sowie per E-Mail unter webteam@stadtbibliothek.magdeburg.demöglich. Die Ausstellung ist zugleich Bestandteil der Reihe „Erinnerungsjahr Magdeburg 2023“, die die Stadtbibliothek gemeinsam mit dem Verein „Miteinander“ und dem „Bündnis gegen Rechts Magdeburg“ ausrichtet.
Alle interessierten Gäste sind herzlich zur Vernissage „Belastetes Erbe“ am Sonntag, 19. März, um 10 Uhr in der Zentralbibliothek im Breiten Weg willkommen. Die musikalische Umrahmung der feierlichen Eröffnung im Beisein von Oberbürgermeisterin Simone Borris und Staatsminister Rainer Robra hat das Magdeburger Duo „T&T Wollner“ übernommen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei.
(Erfurt, 08.03. 2023)Am Samstag, dem 11. März, ab 19:00 Uhr besteht in der Alten Synagoge die Möglichkeit, dem Künstler Kalman Gavriel Delmoor bei der Entstehung eines neuen Kunstwerks für die Sonderausstellung „In and Out – Between and Beyond“ über die Schulter zu blicken. Dazu greift „Spoonman DJ“ aka Claas Sandbothe in seinen Plattenkoffer und spielt Balkanbeats bis Klez-Club.
Der in der Altstadt von Jerusalem lebende Kalman Gavriel Delmoor ist Kalligraf und Toraschreiber. Seine Liebe zu den hebräischen Schriftzeichen zeigt sich als Schriftkünstler in der Beschäftigung mit rituellen Objekten, die er künstlerisch interpretiert. Die hebräischen Kalligrafien, die in der aktuellen Sonderausstellung der Alten Synagoge zu bestaunen sind, wurden von Kalman Delmoor gefertigt und zeigen auf beeindruckende Weise seine künstlerischen Fertigkeiten.
Die Sonderausstellung „In and Out – Between and Beyond. Jüdisches Alltagsleben im mittelalterlichen Europa“ in der Alten Synagoge in Erfurt zeigt zeitgenössische Arbeiten von sieben israelischen Künstlern, die sich mit den verschiedenen Aspekten des alltäglichen Lebens jüdischer Gemeinden im Mittelalter auseinandersetzen.
Die Veranstaltung findet im Rahmen der Jüdisch-Israelischen Kulturtage und der Langen Nacht der jüdischen Kulturen statt.
Unter dem Titel „Von der Straße ins Haus: Street Art“ wird am Mittwoch, dem 15. März 2023, um 19 Uhr, die Ausstellung des Malers und Grafikers Chezwin Benson eröffnet. Die Werke des gebürtigen Südafrikaners sind in der Wernigeröder Rektoratsvilla bis Ende Mai 2023 zu sehen; die Räumlichkeiten sind Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr geöffnet.
Gezeigt werden farbenfrohe Arbeiten rund um das Tierreich und kleinere Kollektionen an Portraits. Chezwin Benson nutzt verschiedene Materialien und greift auf Acryl- und Öl- sowie Sprühfarben und Blattgoldfolie zurück. Sein Ziel ist es, „Wände mit Street Art zu verschönern, um Räume und Atmosphären zu verändern“. Bensons Graffitikunst mit Harzer Sehenswürdigkeiten dürfte Vielen aus dem Wernigeröder Bahnhofstunnel bekannt sein.
Der gebürtige Südafrikaner studierte bis 2017 „Design and Studio Art“ an der Central University of Technology in Bloemfontein (Südafrika), einer Partneruniversität der Hochschule Harz. Dort lernte er seine Frau kennen, die im Rahmen ihres Tourismusmanagement-Studiums ein Auslandssemester absolvierte. 2018 zog es den Künstler nach Deutschland, wo er zunächst in Wernigerode lebte. Seit 2019 ist er in Rendsburg (Schleswig-Holstein) freiberuflich als Grafik- und Graffitikünstler tätig und absolviert eine Ausbildung zum Mediengestalter.
Hidden Colours (im Mixed-Media-Stil), 2022, Chezwik Benson.Beim bisher größten Projekt des Künstlers – dem Bahnhof in Wernigerode. Foto: Petra Benson
In der großen Wanderausstellung „70 Jahre Kunst am Bau in Deutschland“, die kurz vor der Eröffnung steht, werden 59 relevante Kunstwerke aus dem gesamten Bundesgebiet präsentiert, die in ihrem räumlichen und institutionellen Kontext auch die historische und politische Entwicklung Deutschlands widerspiegeln. Auf den Reichtum baugebundener Kunst in Magdeburg gehen zudem sechs hinzugefügte Tafeln ein.
Seien Sie auch auf diesem Wege herzlich eingeladen zur
Vernissage am 9. März 2023, 19.30 Uhr,
in die Ausstellungshalle in der Brandenburger Straße. 60 Jahre nach ihrer Schließung, nach der Schließung der Fachschule für angewandte Kunst, aus der viele Künstlerinnen und Künstler hervorgingen, die auch für Kunst am Bau sorgten und überdies für geistige und künstlerische Freiräume, mit denen sie das urbane Leben in Magdeburg reicher machten. Auch daran angeknüpft zu haben, ist uns, dem Forum Gestaltung, eine große Freude.
Anlässlich dieser umfangreichen Präsentation deutschlandweiter Beispiele baugebundener Kunst ruft das Forum Gestaltung zu einer Foto-Aktion auf, an der sich die Magdeburgerinnen und Magdeburger, aber auch Gäste der Stadt beteiligen können:
SCHAUT AUF DIESE STADT! UND DOKUMENTIERT KUNST AM BAU!
Fotografieren Sie die Beispiele von Kunst am Bau, Kunst, die Ihnen täglich begegnet, die unscheinbar vielleicht, dennoch unverzichtbar geworden ist, nehmen Sie sie auf, die schönsten, hässlichsten, traurigsten, die vergessenen und vernachlässigten, die wiederentdeckten, eindrucksvollen Beispiele baugebundener Kunst in Magdeburg.
Schicken Sie die Arbeiten ein, digital oder auf Papier. Wir stellen sie aus. Und reden drüber. Im Rahmen der großen Ausstellung über 70 Jahre Kunst am Bau in Deutschland im Forum Gestaltung.
Wir verlosen unter den Einsendungen hochwertige Publikationen und weitere Sachpreise.